Kirche Sankt Michael

11.04.1965
Gründung Kirchbauverein

26.04.1966
Genehmigung des Kirchbauvereins durch Bischöfliche Behörde Trier

11.07.1966
Beschluß Bau einer Kirche in Gehweiler durch Kirchenvorstand

11. – 18.08.1968   
Erster Kirchenbasar

14. – 17.08.1969   
Zweiter Kirchenbasar

03.10.1969            
Genehmigung des Kirchenbaues durch Bischöfliche Behörde Trier

20. – 22.06.1970  
Veranstaltung durch Kulturring Gehweiler

18.03.1971            
Genehmigung durch Bauamt St. Wendel

29.03.1971            
Zuschußbescheid aus Trier

06.04.1971            
Erster Spatenstich

14.05.1972            
Grundsteinlegung

08.07.1973            
Erste Messe, im überdachten Rohbau

29.09.1974            
Einweihung von St. Michael

Architekt
Hans Berwanger, Hofeld

Inneneinrichtung
Erwähnt werden muss, dass der Kath. Handarbeitskreis St. Michael, unter der Leitung von Frau Silvia Cullmann, bei der Abdeckung der Kosten zum Glockenturm sowie der Innenausstattung der Kirche durch Anfertigen von Handarbeiten und deren Verkauf mit beigetragen hat. So wurde auch von der Handarbeitsgruppe die Figur des heiligen St. Michael finanziert.

Kreuzigungsgruppe
In der Gehweiler St.-Michaels-Kirche hängt eine wertvolle aus dem 17. Jahrhundert stammende Kreuzigungsgruppe. Sie wurde vom Architekten Hans Berwanger aus dem Elsaß (Frankreich) besorgt. Die Kirchengemeinde ließ sie restaurieren. Das Kreuz selber wurde vom Schreiner Dieter Schwan aus Furschweiler, gebürtig aus Gehweiler, angefertigt aus dem Dachgebälk der alten Kirche St. Anna zu Furschweiler.

Kreuzweg
Seit 1998 besitzt die Kirche einen sehr schönen aus hellem Holz geschnitzten Kreuzweg. Laut mündlicher Aussage soll ein bekannter Künstler aus Oberammergau, den aus 14 Bildern bestehenden Leidensweg Christi nachempfunden haben.

Eine Frau Marliese Kieser aus Oppenheim stiftete dieses Meisterwerk der Kirche von Weierbach bei Kirn, denn bei den Renovierungsarbeiten dieser Kirche wurden Teile des alten Kreuzweges verlegt und waren nicht mehr aufzufinden.

Der ihnen gestiftete neue Kreuzweg war wohl sehr schön, jedoch gefiel er der Kirchengemeinde nicht. Denn er passte einfach nicht in ihre alte Kirche, er war zu neuzeitlich. Mittlerweile hatte man den alten Kreuzweg wieder ausfindig gemacht, und man beschloss, ihn wieder in der Kirche aufzuhängen. Die Spenderin Frau Kieser bestand darauf, diesen neuen Kreuzweg einer anderen Kirche zu verschenken, denn er sollte an einem würdigen Platz aufgehängt werden. Das Pfarrgemeindemitglied Frau Johanna Canisius geb. Johann bemühte sich und setzte sich mit ihrem Pastor Leinen in Verbindung. In ihrem Geburtsort Gehweiler sei eine neue Kirche, die noch keinen Kreuzweg besitze, und man sollte sich einmal mit Frau Kieser und dem Herrn Pastor aus ihrem Geburtsort, damals Pastor Mentgen, in Verbindung setzen.

Die Bemühungen von Frau Canisius fielen auf fruchtbaren Boden. Denn heute kann jeder dieses schöne Kunstwerk in der St.- Michaels-Kirche bewundern. Es ist eine Bereicherung für die neue Kirche, die im Jahre 1999 ihr 25 jähriges Jubiläum feierte.

Glocken
Am 17. Dezember 1978 fand die Weihe der beiden Glocken für die neue Kirche statt. Die Michaelsglocke wiegt 1000 Kilogramm und trägt die Inschrift: “Die Kirche Dir anbefohlen ist, Du unser Schutz und Schirmherr bist St. Michael”. Auf der Marienglocke ist die Inschrift: “Du bist ein Hort der Christenheit, zeig Deine Hilf uns jederzeit O Maria”, zu lesen.

*Quelle: Gehweiler Lesebuch

 

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Die Anfänge des kirchlichen Lebens in Güdesweiler liegen wie so oft im Dunkel der Geschichte. Ein Aktenstück der „Kellerey" St. Wendel von 1603 gilt als das älteste bekannte Zeugnis. Dort steht, dass an der Stelle der heutigen Kirche ein Bildstock stand, vor dem die andächtigen Leute ihr Gebet verrichteten (Schulchronik von Güdesweiler, Seite 10). Im Mittelalter gehörte Güdesweiler zur Pfarrei Bliesen im Dekanat Wadrill des Erzbistums Trier. Bei der Neuordnung 1803 kam es zur Pfarrei Namborn und mit dieser vorübergehend bis 1825 zum Bistum Metz und dann bis heute zu Trier.

Am 25. November 1941 wurde Güdesweiler als Vikarie Christkönig und am 20. Mai 1947 zur Pfarrei erhoben. Die Filiale Steinberg-Deckenhardt, bisher Pfarrei Wolfersweiler, ist 1949 nach Güdesweiler umgepfarrt worden.

17. Februar 1924
Beschluss des Kapellenvorstandes zum Bau einer Pfarrkirche mit Pfarrhaus und Ökonomiegebäude

15. September 1924
Erster Spatenstich zum Neubau der Pfarrkirche

Winter 1924/25 bis Juli 1926
Einstellung der Bauarbeiten

Juli 1926
Wiederaufnahme der Bauarbeiten

10. Oktober 1926
Feierliche Grundsteinlegung durch Pfarrer Opp, Heusweiler

Dreifaltigkeitssonntag 1928
Feierliche Benediktion durch Pfarrer Girst, Namborn Erste Heilige Messe in der neuen Pfarrkirche

27. August 1944
Einweihung der Glocken („Josef", „Matthias", „Angelusglocke")

19. März 1946
Einbau einer Warmluftheizung

1949
Neubau eines Pfarrhauses

1952
Überführung der Kreuzigungsgruppe vom Kreuzbau in die Pfarrkirche

28. November 1954
Feierliche Einweihung der neuen Orgel

1956
Die Kirche erhält den ersten Außenputz

02. Februar 1969
Feierliche Konsekration der Pfarrkirche durch Weihbischof Carl Schmidt

Dezember 1985
Kirche wird wegen Einsturzgefahr des Daches und des Turmes geschlossen

23. Mai 1986
Erster Gottesdienst in der renovierten und wieder geöffneten Pfarrkirche

Bauherren und Pfarrer in der Bauphase:
Kirchbauverein (gegr. 03.12.1905), später Kapellenvorstand; Pfarrer Girst, Namborn

Architekten:
Prof. L. Becker und A. Falkowski, Mainz

Maurerarbeiten:
Baugeschäft Maar, Dirmingen

Baukosten 1928:
1 630 254,56 Frs (einschl. Nebenkosten und Zinsbelastung)

Gebäudemaße:

  • Hauptschiff: Länge = 32,25m; Breite = 15,15m; Höhe = 13,45m
  • Zwei halbrunde Seitenschiffe: Durchmesser je = 10,36m Höhe = 11,23m
  • Halbrunder Chor mit Hochaltar: Durchmesser = 8,56m Höhe = 9,93m
  • Achteckiger Turm: Höhe 46,00m
     

Kirchenausstattung:

  • Im Hauptschiff beidseitig jeweils 22 Bankreichen (je 9 Personen)
  • Im linken Seitenschiff 4 Bänke (je 9 Personen)
  • Orgel der Firma Gebr. Späth OPUS 599 aus Ennetach/Württemberg
  • zwei Manuale
  • ein Pedal mit insgesamt 1192 Pfeifen (größte 5,44 m; kleinste 11 mm)
  • 16 Register
  • 3 Glocken der Firma A. Mark, Borscheid - Tonhöhe F, A, C (1954)
  • Taufbecken in der Taufkapelle (1952 gestiftet)
  • Schmiedeeisernes Tor an der Taufkapelle (J. Nonninger)
  • Kreuzigungsgruppe (Hochaltar) von 1769
  • Anna-Selbdritt-Gruppe von ca. 1486 (Holz), (Mutter Anne mit Maria und Jesus auf dem Schoß)

 

 

Kirche Gronig

Gronig ist die älteste Ansiedlung im oberen Bliestal. Gehörte im Mittelalter zur Pfarrei Bliesen, später zu Oberthal. Im 18. Jahrhundert wurde in der Dorfmitte die Kapelle zu Ehren des hl. Donatus errichtet.

1. April 1962
1. Spatenstich zum Bau der neuen Donatuskirche

2. Juli 1962
Weihe des Grundsteins

29. September 1963
Einsegnung der Kirche

1. Dezember 1963
Weihe der beiden Glocken „St. Barbara“ und „St. Maria“

20. September 1964
Einweihung der neuen Orgel

Seelsorger und Bauherren in dieser Zeit
Pastor Heinrich Meffert und Pfarrverwalter Karl Becker, der dann erster Pastor von Gronig wurde.

Architekt
Hans Schick, Sulzbach

Grundidee des Entwurfes
Zelt Gottes unter den Menschen

Höhe des Kirchenzeltes
14 m

Höhe des Kirchturmes
30 m

Entwurf der Kirchenfenster
Ferdinand Selgard, Spiesen

Ausführung der Kirchenfenster
Firma Derix, Rottweil

Fenster der Rückwand
Symbole der 7 Sakramente

  • Taufe: Weißes Taufkleid - Blau des Wassers; Feuerzungen: Gaben des Geistes
  • Firmung: Taube als Symbol des Hl. Geistes
  • Eucharistie: Kelch und Hostie
  • Buße: Schlüssel für Binde- und Lösegewalt
  • Krankensalbung: Krankenöl, Zweig der Hoffnung
  • Priesterweihe: Kelch für Eucharistiefeier – Schlüssel für Sündenvergebung
  • Ehe: Verschlungene Ringe, Blume des Lebens
 

Glocken
Fa. Mark, Brockscheid (1963)

Orgel
Fa. Seebald, Trier (1964)

Kreuzweg
Egino Weinert, Köln (1989)

Barocker Altar
Der Barocke Altar der Seitenkapelle der Kirche stammt aus der St. Annenkirche in Trier

Drei Heilige zieren ihn:

  • Liborius (mit Herz und Hirtenstab) im 4. Jh. Bischof von Le Mans
  • Wendalinus, der Heilige des St. Wendeler Landes in der Mitte
  • Donatus, der Patron der Kirche, römischer Märtyrer im 2. Jh.. Er diente als Soldat (Schwert) und gilt als Wetterheiliger (Blitz). Eine weitere Darstellung des Pfarrpatrons im hinteren Teil der Kirche.


Giebelbild
Das Bild der Gottesmutter

Kirche St. Bonifatius

Am 1. Juli 1952 war der Ortsteil Hofeld von Furschweiler nach Baltersweiler umgepfarrt worden. Das bedeutete, nach rund 150-jähriger Trennung ,die “Wiedervereinigung“ mit Mauschbach im gleichen Seelsorgebereich.

Das Hofeld (keine 2 Km entfernt) eine eigene Kirche hat ist keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis hartnäckiger Bemühungen einiger engagierter Hofelder Bürger, die mit seltener Zielstrebigkeit an der Verwirklichung ihres einmal gefassten Beschlusses festhielten.

Was nach dem 2. Weltkrieg mit einer großherzigen Spende von zur Errichtung einer Mariengrotte begann, reifte zu der Überzeugung, dass zur echten Dorfgemeinschaft auch der religiöse Mittelpunkt -die Kirche- gehöre.

Doch erst nachdem der überaus engagierte Hofelder Kirchbauverein zugesagt hatte, die volle Verantwortung für die Verwirklichung des Projektes und die Aufbringung der erforderlichen Mittel zu übernehmen billigte der Kirchenvorstand Baltersweiler nach schwierigen Verhandlungen das Hofelder Projekt und schließlich zeigte sich auch Trier den Hofelder Intensionen gegenüber zunehmend aufgeschlossener. (Die angestrebte Kirche in Hofeld könne jedoch aufgrund seiner Einwohnerzahl allenfalls eine Filiale von Baltersweiler sein und werde folglich auch von dort verwaltet).

In einer Schwierigen Position fanden sich von Anfang an die Bürger von Mauschbach. Einerseits bildeten sie einen festen Bestandteil der Politischen gemeinde Hofeld-Mauschbach, andererseits hatten sie seit alters her zusammen mit Baltersweiler zur Pfarrei St. Wendelin später St. Anna/Alsfassen gehört.

Mit Grundsteinlegung im Mai 1963 auf dem mitten im Ort am Kriegerdenkmal gelegenen Grundstück konnte bereits 1 Jahr später am 6. Dezember 1964 die neue Filialkirche unter dem Patronat des Hl. Bonifatius seiner Bestimmung übergeben werden. 1965 erfolgte die Glockenweihe der drei Glocken im separat stehenden Glockenturm. Die weitere Gestaltung des Kirchenraumes erfolgte in den Jahren danach.

(Quelle: Festschrift 50 Jahre Pfarrgemeinde St. Willibrord Baltersweiler)

Kirche Sankt Anna

Die Pfarrkirche St. Anna ist in klassizistischem Baustil durch den Architekten Streib zu Coburg im Jahre 1821 geplant worden. Architekt Streib war ein Zeitgenosse der Herzogin Luise von Sachsen-Coburg-Saalfeld, die von 1824 bis 1831 in St. Wendel lebte. Ihr Ehemann, Ernst I. von Sachsen-Coburg-Saalfeld war der Regent des Fürstentums Lichtenberg, das auf dem Wiener Kongress 1814 dem Fürstentum Coburg zuerkannt wurde. St. Wendel war Mittelpunkt dieses Fürstentums. Der Herzog genehmigte den Bau der Kirche, und die Arbeiten konnten am 19.08.1825 unter Pastor Josef Gerhard, der am 20.02.1822 als Pfarrer in Furschweiler eingeführt wurde, öffentlich vergeben werden.

Das Anfahren der Baumaterialien wurde im Frondienst geleistet. Die Steine wurden vermutlich am Klingelberg gebrochen, und das größtenteils gestiftete Holz wurde in der sehr waldreichen Umgebung von Furschweiler geschlagen. Die Bauarbeiten gingen für die damalige Zeit verhältnismäßig zügig voran, sodass bereits im Jahre 1827, vermutlich vor Anbruch des Winters, die Außenmauern der Kirche fertiggestellt waren. Zwischen dem ersten und dem zweiten Fensterbogen, zur Straßenseite hin, befindet sich eine Sonnenuhr, und darüber ist die Jahreszahl 1827 eingemeißelt. Diese Zahl gibt wahrscheinlich das Jahr der Fertigstellung des Rohbaus an. Die Einweihung erfolgte am 27.07.1828. Die Bauarbeiten waren aber mit der Einweihung noch keineswegs abgeschlossen. Zunächst mussten Fenster in der Kirche installiert werden.

Unter Pfarrer Nikolaus Theis (1845 – 1848) wurde der Außenputz angebracht und Pastor Nikolaus Wagner (1849 – 1865) ließ einen Hochaltar aufstellen. Weitere Investitionen wurden unter Pastor Wilhelm Hinkel (1865 – 1872) getätigt. Ein Kreuzweg wurde angebracht, zwei Seitenaltäre aufgestellt und ein Glockengeläute, aus zwei Glocken bestehend, angeschafft.

Zur Erinnerung an die erste Volksmission im Jahr 1863 ließ Pastor Hinkel rechts neben dem Turm ein großes Kreuz anbringen, das 1957 unter Pastor Simon Waller durch ein neues Holzkreuz ersetzt wurde. Die Ausmalung der Kirche erfolgte unter Pastor Johann Baptist Roller (1889 – 1897). Unter seiner Verwaltung wurden auch die Fenster erneuert und eine neue Sakristei (zwischen 1890 und 1896) seitlich angebaut, die gar nicht zum Baustil passt. Die ursprüngliche Sakristei in der Verlängerung des Chorraumes blieb original erhalten.

Pfarrer Jakob Sauer (1912 – 1915) ließ durch die Firma Klais in Bonn eine Orgel mit zwei Manualen, Pedal, Schweller und 27 klingenden Registern einbauen. Am Kirchweihfest 1913 wurde sie feierlich eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben.

Wie wohl in den meisten Kirchen Deutschlands, so wurden auch in Furschweiler im Kriegsjahr 1917 die 1866 angeschafften Glocken konfisziert und das Material zu weit weniger friedlichen Zwecken umfunktioniert.

Bereits im Jahre 1923 aber verkündeten 3 neue Glocken das Lob Gottes und luden zum Gottesdienst ein. Sie waren von der Firma Mabilon in Saarburg gegossen.

Pastor Johann Jacobi (1915 – 1935) berichtete, dass zweimal in die Kirche eingebrochen wurde. Das erste Mal am 23.02.1919 und das zweite Mal am 11.01.1922. Während beim ersten Mal kein größerer Schaden entstand, wurden beim zweiten Mal zwei Kelche gestohlen.

1922/1923 ließ Pastor Jacobi die Kirche unter der Leitung eines Architekten gründlich renovieren. Auch neue Bänke wurden angeschafft. Sie wurden von der Kunstschreinerei Johann Mettler in Morbach hergestellt. Diese Bänke mit kunstvoll gedrechselten Endstücken befinden sich noch heute in der Kirche.

Der Einbau einer Warmluftheizung erfolgte unter Pastor Johann Kraemer (1935 – 1942) durch die Firma Esch aus Mannheim. Sie wurde im Jahre 1962 auf Öl umgestellt.

Zum Patrozinium (Kirmes) 1941 wurden am Hauptportal sowie am Seiteneingang neue Türen aus Eichenholz angebracht. Die Tür am Seiteneingang ist noch erhalten, die Tür am Hauptportal fiel dagegen den Witterungseinflüssen zum Opfer und wurde im Rahmen der Renovierungsarbeiten 1975 durch eine auf beiden Seiten mit Kupfer beschlagene Tür ersetzt.

Unter Pastor Klinkner wurden auch die Renovierungsarbeiten konsequent weiter geführt. Zwischen 1947 und 1950 wurden eine neue Kommunionbank, eine neue Kanzel, ein neuer Seitenaltar mit einer Muttergottesstatue und ein neuer Hochaltar angeschafft. Alle Arbeiten wurden von der Firma Mettler, St. Wendel, ausgeführt. Im Zuge dieser Maßnahmen wurde auch der Bodenbelag im Chorraum erneuert und die Wandplatten im Chorraum sowie die Wandvertäfelung im Kirchenschiff entfernt.

Im Januar 1951 wurden im Chorraum 3 neue Fenster in Bleiverglasung durch die Firma Binsfeld-Dornoff, Trier, eingebaut.

Mit der Ausmalung der Kirche wurden die Arbeiten im Innenbereich vorerst abgeschlossen.

Im November 1952 wurden an der Wetterseite des Kirchturms die Natur-Schieferplatten entfernt und das Mauerwerk mit glattem Mörtelkalkputz versehen. Am 20.02.1953 riefen drei neue von der Firma Mabilon in Saarburg gegossene Glocken die Gläubigen zum Gottesdienst.

Die Glocken tragen die Namen:

Christus König

Originalinschrift: Christus vincit
St. Anna
Originalinschrift: Sancta Anna, patrona nostra,
ora pro nobis
Maria
Originalinschrift: regina pacis

Die Glocken haben ein Gewicht von 24, 14 und 10 Zentnern. Sie sind eingestimmt auf den Anfang des großen Lobgesangs, das Te Deum (e, g, a).

Ende 1954 wurde durch die Firma Korfhage aus Buer in Westfalen am Turm der Kirche eine Uhr angebracht. Gleichzeitig installierte die Firma Bockelmann und Kuhlo aus Herford eine elektrische Läuteanlage.

Unerwartet stürzte am 08.05.1955 ein Teil des Sandsteingesimses der Pfarrkirche zur Straßenseite hin auf einer Länge von 20 Metern ab. Die erforderlichen Instandsetzungsarbeiten wurden von der Firma Fuchs aus St. Wendel durchgeführt.

Im September 1958 erhielt die Pfarrkirche einen neuen Kreuzweg, der von der Firma Mettler, St. Wendel, erstellt wurde.

Im Frühjahr 1964 wurden die Fenster im Kirchenschiff durch die Firma Binsfeld, Trier, erneuert.

In den Monaten Mai und Juni 1968 wurde das Dach des Kirchturms (Turmhelm) durch die Firma Güth, Saarbrücken, neu eingedeckt.

Bei dieser Gelegenheit wurde das Turmkreuz renoviert und der Hahn neu vergoldet.

1968 wurde auch eine andere längst fällige Arbeit in Angriff genommen. Das 1807 erbaute Pfarrhaus war in einem solch schlechten Zustand, dass es einzustürzen drohte. Da eine grundlegende Sanierung zu teuer gekommen wäre, entschied sich der Verwaltungsrat für einen Neubau im ehemaligen Pfarrgarten. 1969 konnte der Umzug ins neue Haus erfolgen. Das alte Pfarrhaus wurde abgerissen und mit einem weiteren Stück des Pfarrgartens ein geräumiger Parkplatz angelegt.

Das im Jahre 1863 anlässlich der ersten Volksmission errichtete Holzkreuz wurde durch ein neues ersetzt. Die feierliche Einweihung erfolgte am 21.04.1957. Der Korpus wurde vom Holz- und Steinbildhauer Josef Wagner, St. Wendel, geschnitzt.

Weitere Renovierungsarbeiten wurden 1973 nötig. Nachdem bereits 1968 der Turm neu eingedeckt werden musste, war nun die Neueindeckung des gesamten Kirchenschiffes unumgänglich. Mit einem Kostenaufwand von 92 000 DM wurde diese notwendige Sanierung durchgeführt. Durch einen perfekt organisierten Kirchenbasar vom 30.05. – 04.06.1973 und durch Haussammlungen und Zuschüsse wurden die erforderlichen Mittel für die Renovierung zusammengetragen.

1975 wurden wiederum dringende Sanierungsarbeiten erforderlich. In der Zeit von Mai bis Oktober 1975 wurden Substanzerhaltungsmaßnahmen am Mauerwerk mit einem Kostenaufwand von 150 000 DM durchgeführt. Es waren dies: Mauersanierungsarbeiten im Bohrlochverfahren, Verputz- und Anstreicherarbeiten, Restaurierung der Sandsteine an Gesims und Lisenen, Erneuerung der Elektroinstallation, Fußbodenerneuerung in der Kirche, Anbringung von Schneefanggittern auf dem Dach und Einbau einer Zwischentür aus Glas im Eingangsbereich der Kirche. Abschluss der Maßnahmen: Allerheiligen 1975.

Nur wenige Tage nach Abschluss der umfangreichen Arbeiten stürzte am 23.12.1975 auf der Orgelempore ein Teil der Decke ein und zerstörte einen Großteil der Orgel. Eine Instandsetzung durch die Firma Klais erwies sich als zu teuer, daher beschloss der Verwaltungsrat die Anschaffung einer neuen Orgel. Die Firma Mayer aus Heusweiler erhielt am 18.04.1976 den Auftrag, eine neue Orgel zu liefern, die am 11.09.1977 feierlich eingeweiht wurde. Die Orgel hat 2 Manuale, Pedal, 16 Register und eine elektrische Registersteuerung. Der Gesamtpreis betrug 98 000 DM. Zur Finanzierung trug ein weiterer Kirchenbasar, der 1977 stattfand, und einen Reinerlös von fast 30 000 DM erbrachte, wesentlich bei.

Mit dem Einbau der neuen Orgel wurde auch die Empore neu gestaltet.

Eine weitere umfangreiche Renovierung der Pfarrkirche wurde notwendig. Zum einen, weil ein Teil der Decke im Kirchenschiff herunter gebrochen war, und zum anderen, weil das Dachgebälk gefault war und ersetzt werden musste. Diese Maßnahmen wurden in der Zeit von 1986 bis 1988 durchgeführt. Im Zuge dieser Arbeiten erhielt die Kirche auch einen neuen Innenanstrich, und der Chorraum wurde neu gestaltet. Altar, Stele, Ambo und Sedilien wurden von dem Bildhauer Oliberius aus Saal im Ostertal angefertigt. Schließlich wurde auch das Dach der Sakristei neu eingedeckt, der Seiteneingang für die Benutzung durch Rollstuhlfahrer ausgebaut und eine neue Lautsprecheranlage installiert.

Die Baukosten betrugen insgesamt 450 000 DM. Zur Finanzierung dieser Maßnahmen wurden in Furschweiler und Roschberg Haussammlungen durchgeführt, die in der Zeit vom 01.03.1986 bis 31.12.1988 den Betrag von 154 000 DM erbrachten.
Eine wichtige Gruppe im Aufbau der Kirche war auch der Handarbeitskreis, der den Verkaufserlös der angefertigten Handarbeiten der Kirche zugute kommen ließ.

Mit den Außenarbeiten in den Jahren 1991/1992 waren die Renovierungsarbeiten an der Pfarrkirche in Furschweiler vorläufig abgeschlossen.

2007 erfolgten umfangreiche Arbeiten am Glockenturm und im Jahre 2010 eine Umgestaltung des Kirchenumfeldes.

Kreuzigungsgruppe:

Dazu gehören unter anderem die Gottesmutter, der Heilige Wendelin, Menschen unserer Region, Handwerker.

Statuen:

  • St.-Barbara-Statue, gestiftet 1901 von der St.- Barbara-Bruderschaft
  • Hl. Josef
  • Mutter Gottes mit Jesuskind
  • 4 Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes
  • Anna-Selbdritt

 

*Quelle: Heimatbuch Furschweiler 1971
Heimatbuch Furschweiler mit Bornerhof 2001