Am Sonntag, den 18. April 2021 gedachten wir im Hochamt den Menschen die von der Corona Pandemie betroffen sind und waren. 4 Mitglieder vom Pfarrgemeinderat lasen die unten stehenden Fürbitten vor und zündeten eine handgefertigte Kerze an. Die Kerzen stehen seit dem Tag auf den Altar und werden in den kommenden Gottesdiensten angezündet.
 
Kerze mit dem roten Kreuz:
„Ich halte diese Kerze mit einem roten Kreuz in Händen. Sie erinnert an die vielen Menschen, die hier im Bistum Trier und darüber hinaus weltweit am und durch das Corona-Virus verstorben sind. Das Kreuz verweist auf ihren Tod und auf das Sterben Christi. Christus selbst ist mit ihnen gestorben und er hat ihre Not, ihre Einsamkeit, ihre Kraftlosigkeit und Schwäche mitgetragen. – Zugleich: Das Kreuz zeigt sich in roter Farbe. Sie verweist auf eine Osterkerze und bekennt, dass an Ostern Jesus Christus aus dem Tod auferstanden ist und lebt. Mit ihm – das ist unser Glaube – stehen die, die an ihn glauben, auf zum ewigen Leben. Christus ist der Herr. Er vollbringt es. Das erbitten wir für alle Verstorbenen der Pandemie.“
 „Herr Jesus Christus, lass ihnen dein Licht leuchten.“
 
Kerze mit dem Herzen:
„Ich halte diese Kerze mit dem Herzen in Händen. Sie erinnert an die Angehörigen der Verstorbenen. Wie sehr haben sie gelitten. Sie wussten, ihr Angehöriger stirbt. Er oder sie liegt im Sterben. Aber sie konnten sie nicht durch ihre Nähe begleiten. Sie waren ausgeschlossen. Nach dem Tod haben sie sie oftmals nicht mehr gesehen. Das Herz bringt die Liebe zueinander zur Sprache. Es verweist aber zugleich auf das Leid, das die Sterbenden und die Angehörigen erdulden mussten. Wir rufen heute den Herrn an, der treu zu uns Menschen im Leben und im Sterben steht, der unsere Liebe, unsere Hilflosigkeit und den Schmerz im Herzen sieht und mit spürt. Wir bitten ihn um Kraft für alle, die solches erfahren haben. Wir flehen für sie alle um seinen Heiligen Geist, der aufrichtet, der die Liebe der vielen für ihre Angehörigen anerkennt und als großen unersetzlichen Dienst auszeichnet.“
 „Herr Jesus Christus, lass ihnen dein Licht leuchten.“

Kerze mit den Händen:
„Ich zeige ihnen diese Kerze mit Händen darauf. Sie erinnert an die vielen Frauen und Männer, die sich in Krankenhäusern, Altenheimen und Einrichtungen um die Betroffenen der Covid-19-Pandemie gesorgt haben und sorgen. Voller Respekt erkennen wir jeden Tag neu, dass dieser Dienst unfassbar groß ist. Oft über die eigene Kraft hinaus haben diese Menschen sich um die an Corona Infizierten gesorgt. Wie schwer haben sie daran getragen, wenn sie einem Patienten oder einem Bewohner ihrer Einrichtung nicht mehr helfen konnten. Wie unerträglich fühlte es sich an, wenn jemand gestorben ist und deren Angehörige nicht dabei sein konnten. Wie können sie das alles verarbeiten? Wie kann all das ins Leben aufgenommen werden? Wir bitten heute unseren Herrn Jesus Christus, der Menschen aufgerichtet und gestärkt hat, dass er sich all dieser wirklichen Helden des Lebens annimmt und seine segnende Hand über sie hält. Er gebe ihnen neuen Lebensmut und helfe ihnen, alles zu tragen, was sie erfahren haben.
Herr, sende ihnen deinen Heiligen Geist, der sie aufrichtet und für das Leben stärkt.“
 „Herr Jesus Christus, lass ihnen dein Licht leuchten.“
 
Kerze mit den betenden Händen (Dürer-Motiv):
„Ich zeige ihnen diese Kerze mit den betenden Händen. Sie erinnert an alle, die zurzeit am und durch das Corona-Virus erkrankt sind. Sie erinnert an diejenigen, die gesundheitlich so sehr angegriffen sind, dass sie mit Tod ringen. Zugleich lässt sie uns an diejenigen denken, die in Sorge sind, die Angst haben und die die Corona-Umstände sehr belasten. An dieser Stelle denken wir an die Eltern, Kinder und Jugendlichen, die zurzeit sehr eingeschränkt sind. Unser Gebet gilt allen, die die gegenwärtige Lage wirtschaftlich und kulturell sehr belastet, die teilweise um ihre berufliche Existenz fürchten. Herr Jesus Christus segne die, die krank sind. Lass dein Licht allen helfend leuchten, die im Angesicht des Todes um ihr Leben ringen. Steh den Besorgten bei. Hilf den Eltern, den Kindern und Jugendlichen, die Beschränkungen dieser Zeit auszuhalten. Lege allen Hoffnung und Zukunft ins Herz. Lass alle starke Solidarität erfahren. Sende allen deinen Heiligen Geist, der leben hilft.“

 „Herr Jesus Christus, lass ihnen dein Licht leuchten.“
 
Bleiben Sie gesund und beten Sie für die Kranken.
Klaus-Peter Schuch
Vors. des Pfarrgemeinderates Gronig